Unser Weg zum klimaneutralen Unternehmen #1 Klimaneutrale Kommunikation

49heroes News  •  12. November 2021

Um die katastrophalen Folgen des Klimawandels zu verhindern, muss die Erderwärmung auf unter 1,5 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Wert bleiben. Wie aktuelle Studien zeigen, wird es leider immer schwieriger, dieses Ziel zu erreichen. Daher muss damit begonnen werden, die Treibhausgas-Emissionen in einem weitaus stärkeren Maße als bisher zu reduzieren.

Neben allen anderen Wirtschaftszweigen muss auch die IT-Branche aktiv werden. Laut Boston Consulting Group ist die Informations- und Kommunikationstechnik für mehr als drei Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich. Damit wäre die IT-Branche, wäre sie ein eigenes Land, auf Platz 6 der weltweit größten CO₂-Emittenten. Sogar noch vor Deutschland.

Wir haben uns daher bei 49heroes entschieden, ab sofort den Weg der Klimaneutralität zu gehen und unsere Arbeitsprozesse schrittweise zu überprüfen, umzustellen, anzupassen und zu optimieren. Über unseren Blog informieren wir euch über diesen Prozess. Abonniert unseren Newsletter, um wertvolle Tipps zum Thema Klimaneutrales Unternehmen, klimaneutrale / Green IT und Software sowie klimaneutrale / Green Websites zu erhalten.

Das erste Thema, mit dem wir uns beschäftigt haben, war unsere Kundenkommunikation.

#1 Kommunikation

Bei 49heroes läuft die gesamte Kundenkommunikation über Mail, Telefon und in Ausnahmefällen über Videokonferenzen. Außerdem verschicken wir etwa fünf Rechnungen im Monat per Post, da die entsprechenden Kunden sich dies aufgrund ihrer internen Prozesse gewünscht hatten. Vor-Ort-Termine brauchen wir zum Glück nicht, wodurch der gesamte CO₂-Ausstoß wegfällt, der durch An- und Abreise zum Kunden bzw. vom Kunden zu unserem Büro anfallen wäre. Wenn man bedenkt, dass ein durchschnittlicher PKW 150 Gramm CO₂ pro Kilometer bedeutet, ein Flug sogar ganze 380 Gramm pro Kilometer pro Person, ist schon mal sehr gut. Aber auch wenn digitale Kommunikation weniger CO₂ bedeutet, ist sie längst nicht klimaneutral. 

Fakten zum Thema Digitale Kommunikation

Eine E-Mail ohne Anhang ist für etwa zehn Gramm Kohlenstoffdioxid verantwortlich. Das klingt erstmal nicht viel und zum Vergleich: Ein klassischer Brief verursacht ca. 20 Gramm CO₂. Auch hier ist die digitale Kommunikation also vorzuziehen und ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaneutralität. 

Allerdings wurden im Jahr 2018 allein in Deutschland rund 848,1 Milliarden Mails verschickt. OHNE Spam. Das bedeutet, im Jahr 2018 wurden pro Tag ca. 2.323.562 Mails verschickt, das bedeutet 23,24 Tonnen Kohlenstoffdioxid am Tag oder 8.481 Tonnen im Jahr.

Zum Vergleich:

  • Von den E-Mails eines Tages könnten 5 Autos ein ganzes Jahr durch die Gegend fahren.
  • Im Jahr verursachen E-Mails so viel CO₂ wie 1.825 Autos.
  • Um die Emissionen eines Tages zu kompensieren, müssten 384 Bäume 10 Jahre lang wachsen.
  • Aufs Jahr gerechnet brauchen wir 1,8 Windkrafträder, die sich nur für unsere E-Mails drehen.1

Video-Konferenzen

Ein noch deutlich größerer CO₂-Emittent sind Videokonferenzen. Laut dem Emissionsrechner von energiekonsens, der Klimaschutzagentur für das Land Bremen, entstehen während einer Stunde Videokonferenz pro Person in etwa die gleichen CO₂-Emissionen, wie bei einer Autofahrt von ein bis zwei Kilometern. Damit ist die Videokonferenz dem persönlichen Kontakt zwar ab einer zu überbrückenden Entfernung von einem Kilometern überlegen, aber in der Summe verursachen Videokonferenzen bzw. die Zuschaltung zahlreicher Teilnehmer dennoch ein nicht unerhebliches Maß an CO₂-Emissionen. 

Was wir also machen:

  • Die Praxis, dass wir keine persönlichen Termine wahrnehmen, behalten wir aufgrund ihrer positiven Auswirkung auf das Klima bei. Außerdem hat sich diese Art der Zusammenarbeit mit den Kunden bewährt, da sie zeitsparend ist und aufgrund unserer spezifischen Projekte die Notwendigkeit persönlicher Termine nicht besteht.

  • Klassische Briefe verschicken wir weiterhin nur, wenn es nicht anders geht. Da wir aktuell in Aarhus, Dänemark sind, verschicken wir die Briefe zentral von unserem Büro in Bremen aus. Dies spart unnötige Transportwege.

  • Wir verschicken keine unnötigen Mailings. Die Möglichkeit, sich von unserem Newsletter abzumelden, ist gut sichtbar, damit dieser auch nur an Kunden rausgeht, die diesen wirklich haben möchten. Außerdem unterteilen wir unseren Newsletter in verschiedene Themen, die einzeln abonniert werden können, so dass jeder Abonnent auch nur die Informationen bekommt, die ihn interessieren.

  • In der Kundenkommunikation achten wir darauf, unsere Antworten nicht über mehrere Mails zu verteilen, sondern eine zentrale Antwort zu geben. Wir achten darauf, Fragen gleich umfassend und gut verständlich zu beantworten um die Notwendigkeit weiterer Rückfragen zu reduzieren. Dies spart unseren Kunden Arbeitszeit und die Zahl der Mails, die für eine Kundenfrage geschrieben werden müssen, bleibt gering.

  • Wir prüfen genau, wie viele Empfänger wir bei einer Mail eintragen. Die CC-Funktion nutzen wir nur, wenn es für den weiteren Projektverlauf eine Reduktion von Kommunikation bedeutet.

  • Große Anhänge verschicken wir nicht per Mail, sondern über einen Downloadlink.

  • Wenn möglich, löschen wir alte E-Mails, um den Datenspeicher klein zu halten.

  • Wir überprüfen, welche der Newsletter, zu denen wir uns angemeldet habe, wir wirklich brauchen.

  • Wir versuchen, die Anzahl der Video-Konferenzen weiter zu reduzieren und diese nur zu nutzen, wenn Fragestellungen ohne Video-Konferenz schwer zu klären sind.

  • Wir überarbeiten und erweitern unsere Dokumentation.

Klimaneutralität

Um wirkliche Klimaneutralität zu erreichen, werden wir die verbleibenden CO₂-Emissionen, die sich nicht mehr wegoptimieren lassen, kompensieren. Dazu werden wir die Anzahl der Videokonferenzen bzw. wie viele Stunden Video-Konferenzen wir geführt haben dokumentieren, um das entstandene CO₂ zu kompensieren. Genauso werden wir die Anzahl der von uns verschickten Mails auswerten, um auch diese am Ende des Jahres zu kompensieren.

Weitere Informationen zum Thema CO₂-Kompensation findet ihr auf co2online.de.

Weitere sinnvolle Maßnahmen, die wir empfehlen möchten:

  • Spamfilter einrichten.

  • Fotos nur in komprimierter Version versenden.

  • Automatische E-Mail-Benachrichtigungen von Facebook und anderen SocialMedia-Kanälen ausschalten.

  • Auf das Verschicken unnötiger Bilder und Videos verzichten.

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