Tipps fürs HomeOffice #1

49heroes News   •   24. März 2020

Die Corona-Krise hat uns im Moment alle fest im Griff. Sie verändert unseren momentanen Alltag, unsere Gewohnheiten, unseren Tagesablauf. Bisher ist nicht absehbar, wie lange diese Situation noch andauern wird. Nun wurde erstmal eine 14-tägige Kontaktsperre verhängt, in der Hoffnung, damit die Infektionskurve zu drücken und ein Kollabieren unseres Gesundheitssystems zu verhindern. Die meisten Unternehmen haben ihre Mitarbeiter schon vor der Ausgangssperre ins HomeOffice entlassen. Zu deren Schutz, vorallem aber, um ihren wichtigen Beitrag zur Verlangsamung der Ausbreitung von Corona beizutragen. Seit gestern ist mit Sicherheit jeder, dessen Arbeitsplatz dies zulässt, zuhause.

Da Hinnerk und ich schon unser gesamtes Arbeitsleben immer wieder im HomeOffice gearbeitet haben – sei es während der Familiengründung oder auf unseren Reisen – und natürlich auch unsere Mitarbeiter gerne mal im HomeOffice geblieben sind, möchten wir unsere Erfahrungen dazu in unserem Blog teilen und hoffentlich hilfreiche Tipps geben, wie die Zeit angenehm und produktiv genutzt werden kann.

Tipp #1 Arbeitsplatz

Extrem wichtig ist mir, wenn ich zuhause arbeite, ein guter Arbeitsplatz. Natürlich kann man sich auch einfach an den Küchentisch setzen, die ersten drei Tage funktioniert das in der Regel auch noch super, aber dann wird man schleichend, ohne es zu merken, immer unproduktiver. Wir tracken konsequent unsere Arbeitszeit und werten täglich aus, wie produktiv wir noch sind. Im HomeOffice extrem wichtig, weil man natürlich im privaten Umfeld sehr viel schneller abgelenkt ist, besonders, wenn man auch noch Kinder hat.

Wenn sich also nach zwei-drei Tagen herausstellt, dass die Produktivität runter geht und dafür das Stresslevel steigt, liegt das nicht am HomeOffice oder daran, dass man für HomeOffice nicht geschaffen ist, sondern unter anderem am falschen Arbeitsplatz. Es spielen natürlich noch weitere Faktoren mit rein, die wir in den nächsten Tagen besprechen werden.

Das Problem ist:

  • Einerseits brauche ich einen vernünftigen Arbeitsplatz, an dem ich mich auch konzentrieren kann,

  • andererseits möchte ich nicht extra einen Schreibtisch kaufen

  • und außerdem ist mein Zuhause perfekt eingerichtet. Ich will keinen zusätzlichen Tisch aufstellen.

Da ich persönlich eine Arbeitsatmosphäre brauche, die sich deutlich von der privaten Atmosphäre unterscheidet, um kreativ denken zu können, stellt mich HomeOffice immer wieder vor eine große Herausforderung. Inzwischen weiß ich aber, ich brauche gar keinen extra Arbeitsplatz, ich muss nur den Tisch, an dem ich arbeite, in einen Arbeitsplatz verwandeln. Bevor ich anfange zu arbeiten, räume ich den Tisch komplett frei, stelle eine Schreibtischlampe auf, lege mein Notizbuch und einen guten Stift bereit, einen Espresso neben mich, als würde ich gerade in einer EspressoBar arbeiten und dann geht es.

Wichtig ist es nach meiner Erfahrung, den Arbeitstag ernst zu nehmen, auch wenn man zuhause ist. Sich nicht einfach zwischen Schulbücher der Kinder und noch nicht weg geräumtes Frühstücksgeschirr zu quetschen. Natürlich nimmt es etwas mehr Zeit in Anspruch, wenn man erst seinen Arbeitsplatz vorbereitet. Und gerade wenn viel zu tun ist, kommt mir immer noch oft der Gedanke, dass es vernünftiger und produktiver wäre, wenn ich jetzt gleich los arbeiten würde und mir das ganze hin und her räumen spare. Ein Blick auf meine Produktivität belehrt mich aber jedes Mal eines Besseren und zeigt, wie wichtig diese kleinen Rituale sind.

Den Arbeitsplatz wechseln

Viele Agenturen und Firmen stellen ihren Mitarbeitern heutzutage variable Arbeitsplätze zur Verfügung, die jeweils in ganz unterschiedlichem Stil gestaltet sind. Den klassischen Schreibtisch, einen Lounge Bereich, einen Kreativbereich, ein Café. Denn es hat sich gezeigt, je nachdem, was gerade gearbeitet werden soll, ist eine andere Arbeitsumgebung besser geeignet. Sollen wir gerade kommunikativ sein oder kreativ oder fokussiert. Damit die Umgebung und unser Arbeitsplatz mitarbeiten, müssen sie jeweils anders gestaltet sein.

Das kann auch zuhause umgesetzt werden. Wir wechseln im HomeOffice mehrmals täglich unseren Arbeitsplatz. Eine Zeit des Tages arbeiten wir am Esstisch, dann eine Zeit am Wohnzimmertisch und hin und wieder suchen wir uns auch einen ungewöhnlichen Platz, wie auf der Küchenzeile sitzend, um mal wieder eine neue Perspektive zu bekommen. Gerade jetzt während der Corona-Krise, wo wir gezwungen sind, die meiste Zeit des Tages zuhause zu bleiben und sehr viel weniger Kontakt zu anderen Menschen haben, extrem wichtig.